Mit Liedern auf Weltreise – Kulturen verstehen, Sprachen wertschätzen, Kreativität entfalten

Mit Liedern auf Weltreise – Kulturen verstehen, Sprachen wertschätzen, Kreativität entfalten

Kinder wachsen in einer interkulturellen und sprachlich vielfältigen Welt heran – diese Vielfalt im Kita-Alltag sensibel und kreativ zu begleiten, zählt zu den zentralen Herausforderungen frühpädagogischer Praxis. Wie können Musik und Tanz hierbei verbindend wirken?

In dieser Fortbildung erleben Sie, wie Sie Kindern durch Musik und Tanz einen Zugang zu kultureller und sprachlicher Vielfalt eröffnen und gemeinsames Lernen gestalten.

Kinder begeben sich musikalisch auf Weltreise und entdecken Musikstile, Rhythmen und Ausdrucks-formen. Kreative Liedgestaltung stärkt interkulturelle Kompetenzen und fördert einen offenen Umgang mit kulturellen Unterschieden.

Zwei- und Mehrsprachigkeit von Kindern wird im Singen und Hören gezielt aufgegriffen und stärkt deren interkulturelle Identität. Kinder und Erzieher*innen arbeiten ko-konstruktiv in musikalisch-interkulturellen Projekten und bilden eine lernende Gemeinschaft.

Teilnehmende lernen… 

  1. … Lieder aus aller Welt kreativ und interkulturell zu gestalten.
  2. … Strategien zur Förderung interkultureller Kompetenzen durch Musik zu entwickeln.
  3. … Zwei- und Mehrsprachigkeit gezielt einzusetzen um interkulturelle Identität zu stärken.
  4. … Musikprojekte ko-konstruktiv zu gestalten und eine lernende Gemeinschaft zu bilden.

Beschreibung Kursinhalte

Die Fortbildung „Mit Liedern auf Weltreise – Kulturen verstehen, Sprachen wertschätzen, Kreativität entfalten“ verbindet Musik und Tanz als lebendige Erlebniswelt des Kindes mit der gezielten Stärkung interkultureller Kompetenzen, der bewussten Gestaltung von Zwei- und Mehrsprachigkeit sowie ko-konstruktiven Lernprozessen in lernenden Gemeinschaften. 

Musik und Tanz – Die Erlebniswelt der Kinder auf musikalischer Weltreise

Wenn Kinder sich singend und hörend auf eine musikalische Weltreise begeben, öffnet sich eine von ästhetisch-klanglichen Erfahrungen und vielfältigen Sinneswahrnehmungen geprägte Erlebniswelt. Im musikalischen Spiel und im gemeinsamen Musikerleben erfahren sie, wie sie mit eigenen Emotionen umgehen, Gedanken ausdrücken und Empfindungen mit denen anderer Kinder in Beziehung setzen können.

Durch gemeinsames Singen, Bewegen und rhythmisches Gestalten übernehmen sie Perspektiven und stärken soziale Beziehungen und Freundschaften. Musik und Tanz werden dabei im konkreten Handeln erfahrbar: Kinder variieren Tempi, vergleichen Rhythmen verschiedener Kulturkreise, erproben Ausdrucksformen und entwickeln so einen spielerischen Zugang zur Welt durch musikalische Praxis. 

Interkulturelle Kompetenzen stärken – Mit Liedern kulturelle Aufgeschlossenheit entwickeln

Aus ästhetisch-klanglichen Erfahrungen entsteht eine bewusste Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt, sodass kulturelle und sprachliche Unterschiede nicht nur wahrgenommen, sondern gemeinsam reflektiert werden. Lieder aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen eröffnen Gesprächsanlässe über Herkunft, Bedeutung und familiäre Bezüge.

Fachkräfte moderieren diese Prozesse sensibel, begleiten Kinder dabei, gemeinsame Lösungen zu entwickeln, machen unterschiedliche Perspektiven sichtbar und unterstützen Kinder dabei, kulturgeprägte Vorstellungen durch neue Erfahrungen weiterzuentwickeln. So werden Unterschiede als Lernchance verstanden, und Kinder ordnen die eigene Sichtweise als eine Perspektive unter vielen ein.

Mehrsprachigkeit wertschätzen – Sprachliche Vielfalt im Lied konkret gestalten

Wenn sprachliche Unterschiede im Singen, Hören, Wiederholen und rhythmischen Gestalten bewusst aufgegriffen werden, wird Zwei- und Mehrsprachigkeit als Lebensform in einer kulturell und sprachlich vielfältigen Welt aktiv erfahrbar.

Fachkräfte leiten das Aufgreifen einzelner Wörter, typischer Sprachklänge und sprachliche Rhythmen methodisch an, verbinden neue Begriffe mit Bewegung, Klang sowie Bedeutung und schaffen vielfältige musikalische Handlungssituationen.

Interkulturelle Identität wird dabei konkret sichtbar, wenn Kinder vertraute Wörter in neue Melodien einbringen, Sprachrhythmen erfinden, eigene Erfahrungen mit Liedern verknüpfen und kulturelle Offenheit im gemeinsamen Tun leben. 

Interkulturelle Musikprojekte ko-konstruktiv gestalten und lernende Gemeinschaften bilden

Kinder bringen ihre sprachlichen und kulturellen Erfahrungen ein, arbeiten zusammen und entwickeln Ideen zu Text, Rhythmus oder Bewegung weiter. In musikalischen Projekten wächst eine lernende Gemeinschaft, in der von- und miteinander gelernt wird und ein Wir-Gefühl entsteht. Aus musikalischen Impulsen entwickeln sich Projektideen, die Interessen und Stärken aller Kinder aufgreifen und kreativ weitergeführt werden.

BEP-Bezüge

  • Kreative, fantasievolle und künstlerische Kinder: Musik und Tanz
  • Kinder mit verschiedenem kulturellem Hintergrund: Kulturelle Aufgeschlossenheit und Neugierde
  • Grundsätze und Prinzipien: Kulturelle Offenheit
  • Umgang mit individuellen Unterschieden und soziokultureller Vielfalt: Kinder mit verschiedenem kulturellem Hintergrund
  • Moderierung von Bildungs- und Erziehungsprozessen: Bildungsprozesse mit Kindern kooperativ gestalten (Ko-Konstruktion)

 BEP-Lupen

Zielgruppe inkl. teamorientierter Ausrichtung und bildungsortübergreifendem Ansatz –
Die Fortbildung richtet sich generell an Teams einer Einrichtung. Bei TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Einrichtungen ist auf eine teamorientierte Umsetzung in den jeweiligen Einrichtungen zu achten, d.h. dass die gesamten Teams der jeweiligen Einrichtungen in die Praxisphasen mit einbezogen werden.

  • PädagogInnen in Kindertageseinrichtungen
  • GrundschullehrerInnen
  • Fachkräfte aller Träger und Personen der Kindertagespflege
  • Familienbildung

10 – 20 Teilnehmer:innen

Methoden – PowerPoint Präsentationen / Diskussion im Plenum / Kleingruppenarbeit / Buch-vorstellungen / Fallbeispiele aus der Praxis / umfangreiche weiterführende Informationen.

Zeitrahmen und Prozessorientierung –
Die Fortbildung wird prozess- und praxisorientiert umgesetzt in den nachfolgenden Formaten:

Generell

  • Die Fortbildung umfasst in Summe 3 Kurstage T1, T2, T3, die reine Kurszeit pro Kurstag beträgt sechs Zeitstunden.
  • Kurstag T3 kann in drei je 2-stündige Online-Teamsitzungen (2h) aufgeteilt werden.
  • Die gesamte Fortbildung wird in einem Zeitrahmen von höchsten 6 Monaten abgeschlossen sein.
  • Die Kurstage T1, T2, T3 können Online oder Präsenztage sein, jedoch muss mindestens ein Tag ein Präsenztag sein.
  • Alle Kurstage finden im Präsenzmodus in der Einrichtung statt, oder vor Ort im eigenen gut ausge-statteten Unterrichtsraum.

Im Besonderen

  • Format 01: Die Tage T1 und T2 finden mit max. einer Woche Zeitunterschied statt, Tag T3 findet im Abstand von ca. 6 Wochen zu Kurstag T2 statt, um genügend Zeit für die Praxisphase zu gewährleisten.
  • Format 02: Wie Format 01, jedoch werden auch die Kurstage T1 und T2 im Abstand von ca. 6 Wochen durchgeführt.
  • Format 03: Wie Format 01, jedoch findet Kurstag T3 in drei jeweils 2-stündigen Online-Teamsitzungen statt, in welcher inhaltliche Schwerpunkte der praktischen Umsetzung thematisiert werden. Die erste
    2-stündige Teamsitzung findet ca. 6 Wochen nach Kurstag 02 statt.
  • Format 04: Wie Format 02, jedoch auch hier findet der Kurstag T3 in drei 2-stündigen Teamsitzungen statt.
  • Format 05: Wie Format 02 mit sechswöchigem Abstand zwischen Kurstag T1 und Kurstag T2. Nach Kurstag T1 und T2 finden in Abstand von 3 Wochen eine Follow-Up Online Teamsitzung zur Reflexion und Sicherstellung des Praxistransfers statt. In einer abschließenden 2-stündigen Teamsitzung wird die gesamte Fortbildung reflektiert.
  • Praxistransfer – In der/den sechswöchigen Praxis- und Evaluationsphase(n) werden die Inhalte der Kurstage T1 und T2 in der Praxis angewendet, schrittweise umgesetzt und Praxisaufgaben bearbeitet,
    zwischen den Kurstagen können Fragen gestellt werden und Tipps und Anregungen werden an alle TN kommuniziert.

„Mit Liedern auf Weltreise – Kulturen verstehen, Sprachen wertschätzen, Kreativität entfalten“ ist als BEP-Fortbildung im Sinne des §32 und §32a HKJGB anerkannt und erfüllt damit die Voraussetzungen für die BEP-Qualitätspauschale.

Die Anerkennungsnummer lautet: Musikschule Maier-FK5-3703 – für die Referentin M.A. Christiane Maier.

Einen PDF Download erhalten Sie auf Anfrage

Bitte individuell anfragen – gerne beantworten wir Ihre Fragen