
Mit Klanggeschichten Sprache, musikalisches Spiel und gemeinsames Lernen fördern
Mit Klanggeschichten Sprache, musikalisches Spiel und gemeinsames Lernen fördern
Sprachförderung, musikalisches Spiel und sozial-emotionale Entwicklung greifen im pädagogischen Alltag ineinander und prägen zentrale Bildungsprozesse im Kindergarten. Wie gelingt eine kreative und zugleich systematische Verknüpfung dieser Dimensionen, sodass Kinder Sprache, musikalisches Spiel und gemeinsames Lernen als sinnstiftende Einheit erleben? Klanggeschichten bieten hierfür einen strukturierten und zugleich offenen Rahmen, in dem sprachliche, musikalische und emotionale Entwicklungsprozesse miteinander verbunden werden.
Die Fortbildung zeigt, wie aus gemeinsam entwickelten Wortwolken sowohl instrumental begleitete Klanggeschichten als auch Rhythmicals als sprachrhythmische Gestaltungsform entstehen und gezielt in Bildungsprozesse eingebunden werden. Kinder erweitern dabei ihren Wortschatz, sammeln ästhetisch-klangliche Erfahrungen und bringen Gedanken sowie Gefühle differenziert zum Ausdruck. Durch dialogisches Gestalten entstehen sprechanregende Situationen, die Literacy-Erfahrungen vertiefen und Sprachkompetenzen fördern. Gleichzeitig stärken ko-konstruktive Prozesse Beteiligung, gemeinsames Lernen und die Entwicklung einer lernenden Gemeinschaft.
Pädagogische Fachkräfte planen und begleiten diese Prozesse bewusst, greifen Interessen und Stärken der Kinder auf und gestalten durch wertschätzende Interaktion ein positives Lernklima.
Ziele: Teilnehmende …
Teilnehmende …
- … erweitern ihre professionelle Handlungssicherheit in der konzeptionellen Planung und ko-konstruktiven Begleitung von Klanggeschichten und Rhythmicals, mit denen sie sprachliche, musikalische und sozial-emotionale Bildungsprozesse gezielt und methodisch fundiert unterstützen.
- … erwerben Wissen darüber, wie Klanggeschichten Sprach- und Literacy-Kompetenzen gezielt fördern, den Wortschatz erweitern und erfahren, sprechanregende Bildungsprozesse dialogisch zu gestalten.
- … vertiefen Ihre Kenntnisse darüber, wie musikalisches Spiel in Klanggeschichten ästhetisch-klangliche Erfahrungen anregt, differenziertes Hören fördert und sozial-emotionale Entwicklungsprozesse stärkt.
- … reflektieren Ihre pädagogische Haltung und stärken Ihre Kompetenz, durch wertschätzende Interaktion und ermutigende Begleitung ein positives Lernklima zu gestalten.
- … erwerben methodische Kompetenz in der ko-konstruktiven Gestaltung von Klanggeschichten und stärken Beteiligung, gemeinsames Lernen sowie die Entwicklung einer lernenden Gemeinschaft.
Sprache und Literacy
Klanggeschichten fördern Sprachkompetenzen von Kindern. Durch das bewusste Hören, Benennen und Zuordnen von Klängen zu Figuren, Charakteren oder Szenen innerhalb von Klanggeschichten erwerben Kinder Wissen und erweitern kontinuierlich ihren Wortschatz. Handlungen ergeben Sinn, Sprache, Bewegung und Klänge werden miteinander verknüpft, Kinder werden Teil der Klanggeschichte.
Themen für Klanggeschichten werden gemeinsam ausgewählt und berühren daher die eigenen Interessen, fördern aktive Teilhabe und ermöglichen Erfahrungen mit Literacy- und Sprachkompetenzen. Kinder erleben positiven sozialen Kontakt mit wichtigen Bezugspersonen, da die Klanggeschichten dialogisch gestaltet und gemeinsam vertont werden. So entstehen sprechanregende Situationen, in denen Ausdrucksfähigkeit und Sprachfreude wachsen.
Das musikalische Spiel
Kinder haben von Geburt an eine spielerische Neugier an Musik, dies zeigt sich im spontanen Musikhören, Singen, Bewegen und Experimentieren mit Klängen. In Klanggeschichten erzeugen Kinder eigenständig Geräusche, hierdurch werden ästhetisch-klangliche Erfahrungen ermöglicht. Durch Musik und Tanz in Verbindung mit Klanggeschichten werden Kreativität und Fantasie noch mehr angeregt und beflügelt.
Durch differenziertes Hören wird das Gehör geschult und der Zugang zu unterschiedlichen Ausdrucks-formen eröffnet, wie z.B. Rhythmusspiele, Klangimprovisation und Bewegungsgestaltung. Kinder bringen bei Klanggeschichten Gedanken und Emotionen zum Ausdruck und lernen, ihre Empfindungen mit anderen in Beziehung zu setzen. Klanggeschichten fördern den spielerischen Umgang mit Klängen, Tönen und Sprache.
Emotionale Unterstützung und positives Lernklima
Klanggeschichten können eine auf Vertrauen und Nähe aufbauende Beziehung zwischen Kindern und pädagogischen Bezugspersonen schaffen. Ein herzlicher und verantwortungsvoller Interaktionsstil vermittelt Wertschätzung und Sicherheit. Kinder werden in ihren Lern- und Experimentierprozessen ermutigt und erleben ein positives Lernklima.
Durch bestärkende Rückmeldungen erhalten Kinder Zugang zu ihren eigenen Ressourcen und Stärken. Sie erfahren, dass ihre Ideen und Beiträge bei der Gestaltung von Klanggeschichten bedeutsam und wichtig sind. Emotionale Unterstützung, Zuwendung und reflektierende Beobachtung der Kinder bei der Gestaltung von Klanggeschichten und ein feinfühliger dialogischer Interaktionsstil wirken sich positiv auf die Entwicklung von Kindern aus.
Ko-Konstruktion und lernende Gemeinschaft
Klanggeschichten entwickeln sich im gemeinsamen Spiel und durch das Lernen in einer aktiven, lernenden Gemeinschaft. Kinder bringen unterschiedliche Sichtweisen und Fähigkeiten ein und gestalten den Prozess durch kreatives und fantasievolles Miteinander mit Sprache, Bewegung und musikalischem Spiel. Hierdurch entsteht ein starkes Wir-Gefühl durch die Beteiligung aller: Wir alle haben gemeinsam ein „Kunstwerk“ erschaffen.
Durch das Aufgreifen der Interessen und Stärken aller Kinder wird jedes Kind als kooperatives Mitglied der Gruppe sichtbar. In der Auseinandersetzung mit einem gemeinsamen Klanggeschichtenthema lernen Kinder von- und miteinander und finden gemeinsame Lösungen. So wird jedes Kind Teil einer lebendigen, gestaltenden Gemeinschaft.
BEP-Bezüge
Kommunikationsfreudige und medienkompetente Kinder: Sprache und Literacy
Kreative, fantasievolle und künstlerische Kinder: Musik und Tanz
QSV: Sprechen-spielen-singen: Bewegungshandeln als Ausgang für sprachliche Prozesse
Grundsätze und Prinzipien: Das Erwachsenen-Kind-Verhältnis
Grundsätze und Prinzipien: Bildung als sozialer Prozess – Der Ansatz der Ko-Konstruktion
Moderierung von Bildungs- und Erziehungsprozessen: Bilden einer lernenden Gemeinschaft
BEP-Lupen
Sprach- und Literacykompetenzen >
Interaktionsqualität: Emotionale Unterstützung – positives Klima >
Inklusion-Vielfalt leben – Ko-Konstruktion – gemeinsames Spielen und Lernen aller Kinder >
Zielgruppe inkl. teamorientierter Ausrichtung und bildungsortübergreifendem Ansatz –
Die Fortbildung richtet sich generell an Teams einer Einrichtung. Bei TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Einrichtungen ist auf eine teamorientierte Umsetzung in den jeweiligen Einrichtungen zu achten, d.h. dass die gesamten Teams der jeweiligen Einrichtungen in die Praxisphasen mit einbezogen werden.
- PädagogInnen in Kindertageseinrichtungen
- GrundschullehrerInnen
- Fachkräfte aller Träger und Personen der Kindertagespflege
- Familienbildung
10 – 20 Teilnehmer:innen
Methoden – PowerPoint Präsentationen / Diskussion im Plenum / Kleingruppenarbeit / Buch-vorstellungen / Fallbeispiele aus der Praxis / umfangreiche weiterführende Informationen.
Zeitrahmen und Prozessorientierung –
Die Fortbildung wird prozess- und praxisorientiert umgesetzt in den nachfolgenden Formaten:

Generell
- Die Fortbildung umfasst in Summe 3 Kurstage T1, T2, T3, die reine Kurszeit pro Kurstag beträgt sechs Zeitstunden.
- Kurstag T3 kann in drei je 2-stündige Online-Teamsitzungen (2h) aufgeteilt werden.
- Die gesamte Fortbildung wird in einem Zeitrahmen von höchsten 6 Monaten abgeschlossen sein.
- Die Kurstage T1, T2, T3 können Online oder Präsenztage sein, jedoch muss mindestens ein Tag ein Präsenztag sein.
- Alle Kurstage finden im Präsenzmodus in der Einrichtung statt, oder vor Ort im eigenen gut ausge-statteten Unterrichtsraum.
Im Besonderen
- Format 01: Die Tage T1 und T2 finden mit max. einer Woche Zeitunterschied statt, Tag T3 findet im Abstand von ca. 6 Wochen zu Kurstag T2 statt, um genügend Zeit für die Praxisphase zu gewährleisten.
- Format 02: Wie Format 01, jedoch werden auch die Kurstage T1 und T2 im Abstand von ca. 6 Wochen durchgeführt.
- Format 03: Wie Format 01, jedoch findet Kurstag T3 in drei jeweils 2-stündigen Online-Teamsitzungen statt, in welcher inhaltliche Schwerpunkte der praktischen Umsetzung thematisiert werden. Die erste
2-stündige Teamsitzung findet ca. 6 Wochen nach Kurstag 02 statt. - Format 04: Wie Format 02, jedoch auch hier findet der Kurstag T3 in drei 2-stündigen Teamsitzungen statt.
- Format 05: Wie Format 02 mit sechswöchigem Abstand zwischen Kurstag T1 und Kurstag T2. Nach Kurstag T1 und T2 finden in Abstand von 3 Wochen eine Follow-Up Online Teamsitzung zur Reflexion und Sicherstellung des Praxistransfers statt. In einer abschließenden 2-stündigen Teamsitzung wird die gesamte Fortbildung reflektiert.
- Praxistransfer – In der/den sechswöchigen Praxis- und Evaluationsphase(n) werden die Inhalte der Kurstage T1 und T2 in der Praxis angewendet, schrittweise umgesetzt und Praxisaufgaben bearbeitet,
zwischen den Kurstagen können Fragen gestellt werden und Tipps und Anregungen werden an alle TN kommuniziert.
„Mit Klanggeschichten Sprache, musikalisches Spiel und gemeinsames Lernen fördern“ ist als BEP-Fortbildung im Sinne des §32 und §32a HKJGB anerkannt und erfüllt damit die Voraussetzungen für die BEP-Qualitätspauschale.
Die Anerkennungsnummer lautet: Musikschule Maier-FK6-3705 – für die Referentin M.A. Christiane Maier.
Einen PDF Download erhalten Sie auf Anfrage