Digitale Medien in der KITA sicher und kindgerecht begleiten

Digitale Medien in der KITA sicher und kindgerecht begleiten

In dieser Fortbildung erfahren die Teilnehmenden, wie Kinder Medien bewusst, kreativ und selbstbestimmt nutzen können. Ziele sind, Medienbildung als Teil ganzheitlicher Entwicklung zu gestalten, gleiche Bildungschancen zu fördern und Kinder in ihrem reflektierten, gesunden und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu stärken. Dabei werden Kreativität, Kooperation und soziale Beziehungen als wichtige Bestandteile von Bildungsprozessen und zentrale Stütze kindlicher Medienkompetenz erfahrbar gemacht.

Die Fortbildung vermittelt grundlegendes Wissen über Medienbildung in der KITA und zeigt Wege auf, Kinder aktiv, kritisch und kreativ zu begleiten. Pädagogische Fachkräfte lernen, wie Medien zu Werkzeugen für Ausdruck, Verständigung und Teilhabe werden. Themen wie gesunde Mediennutzung, Reflexion von Werbung, Konsum und Selbststeuerung bilden die Basis für eine verantwortungsvolle Medienpraxis im Kita-Alltag. Anhand praxisnaher Beispiele erfahren die Teilnehmenden, wie Medien als kreative und soziale Lernmittel eingesetzt werden können – etwa in Musik-, Kunst- oder MINT-Projekten. Durch ko-konstruktives Arbeiten und gemeinsame Mediengestaltung entstehen wertvolle Lernmomente, die Selbstwirksamkeit, Teamgeist und Empathie fördern. Medien ermöglichen so das Bilden und Umsetzen einer lernenden Gemeinschaft.

Teilnehmende …

  1. … kennen das Bildungsziel der kommunikationsfreudigen und medienkompetente Kinder „Sich mit Medien bilden (Medien als Mittel der Bildung und der kulturellen Mitgestaltung, als gezielt eingesetzte Lernwerkzeuge)“.
  2. … lernen Kinder zu einem gesunden, selbstbestimmten Medienverhalten anzuleiten, das Sicherheit, Bewusstsein und Verantwortung vereint
  3. … wissen, wie Medien als Gestaltungs- und Ausdrucksmittel genutzt und Medien aktiv produziert werden können.
  4. … erleben, dass gemeinsames Mediengestalten Kooperation, Verständnis und gegenseitige Wertschätzung stärkt.
  5. … erleben Medien als verbindendes Element, das Kooperation, Empathie und Freundschaft stärkt.

Beschreibung der Kursinhalte

Grundlagen einer erfolgreichen Medienbildung in der KITA  – Medienbildung in der KITA stärkt Kinder in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe und eröffnet ihnen Wege, Medien als Ausdrucks- und Verständigungsmittel zu begreifen. Pädagogische Fachkräfte begleiten Kinder darin verantwortungsvoll und kreativ mit Medien umzugehen, Werbung und Konsum kritisch zu hinterfragen und Technik als Werkzeug des Lernens zu verstehen. Besonders, wenn Kinder eigene Medienprodukte gestalten, wie z.B. Bilder, Videos oder Bildbearbeitung / Fotografieren, Bildbearbeitung, Filmen etc., erfahren sie Selbstwirksamkeit, entdecken ihre Kreativität und nutzen Medien bewusst und selbstbestimmt. So wird Medienbildung zu einem lebendigen Teil frühkindlicher Bildung, Entwicklung und Wissenserweiterung.

Kindgerechte Medienbegleitung – Pädagogische Fachkräfte sind kompetente Begleiter in der kindlichen Nutzung von Medien. Sie gestalten analoge Lernräume, erweitern diese mit medialen Hilfsmitteln, und bilden sich damit durch und mit Medien weiter. Sie fördern Achtsamkeit, Selbstkontrolle, Gesprächskultur und Freude am Lernen. Medien werden Teil eines gesunden und selbstbestimmten Aufwachsens.

Mit Medien Kreativität entfalten und aktiv produzieren – Medien eröffnen Kindern Räume, in denen sie ihre Kreativität entfalten und neue Lernwege entdecken können. Beim Gestalten von Bildern, Klängen oder kleinen Filmen werden sie zu aktiven GestalterInnen, die eigene Ideen sichtbar und hörbar machen. Medien verbinden hierbei verschiedene Bildungsbereiche, wie kommunikationsfreudige und medienkompetente Kinder, kreative, fantasievolle und künstlerische Kinder, lernende, forschende und entdeckungsfreudige Kinder. Sie regen zum Forschen, Experimentieren und Kombinieren an. Es werden dadurch Basiskompetenzen, wie u.a. Autonomieerleben, Selbstwirksamkeit bzw. Kompetenzerleben, Problemlösen, Kreativität, Denkfähigkeit gefördert. Medien werden als Werkzeug für kreatives und forschendes Lernen erfahren.

Medienkompetenzen entwickeln – Medienkompetenz entsteht, wenn Kinder lernen, Medien bewusst, kritisch und selbstbestimmt zu nutzen. In der KITA werden Medienerlebnisse besprochen, reflektiert und emotional verarbeitet. Fachkräfte fördern Selbstkontrolle, indem Kinder Pausen einplanen, Inhalte bewerten, Werbung hinterfragen und Prioritäten setzen. So entwickeln sie ein Gespür für Glaubwürdigkeit und Verantwortung. Medienkompetenz wird damit zu einer Schlüsselqualifikation für eine reflektierte und aktive Teilhabe an der digitalen Welt.

Mit Medien ko-konstruktiv arbeiten – Medien eröffnen Kindern Räume für gemeinsames Lernen und kreatives Gestalten. In ko-konstruktiven Projekten teilen sie Ideen, gestalten gemeinsam Filme, Fotos oder Hörgeschichten und erleben Kooperation auf Augenhöhe. Medien ermöglichen ko-konstruktives Lernen von Lernenden und Lehrenden, sich Einzubringen, gemeinsam Auszutauschen, Zusammenzuarbeiten und Zusammenzuwirken.
Fachkräfte fördern ko-konstruktives Tun durch Zuhören, Mitgestalten und begleitendes, gemeinsames Forschen. Dadurch erfahren Kinder mediales Lernen als ko-konstruktiven, lebendigen, sozialen Prozess und soziale Interaktion.

Stärkung von Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext durch Aktivitäten zur Medienbildung – Gemeinsames mediales Lernen fördert Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext, wie Kommunikationsfähigkeit sowie Kooperations- und Teamfähigkeit. Kinder bringen sich ein, können ihren eigenen Standpunkt überdenken, teilen sich mit, hören zu und handeln aus. Fachkräfte können Medien nutzen, um Vielfalt aktiv einzubeziehen, z.B. um Kommunikationsbarrieren zu überwinden. Sprachfreie mediale Nutzung wird von allen Kindern gleichermaßen verstanden und schafft damit faire Lernchancen. Durch gemeinsame mediale Aktivitäten kann eine lernende Gemeinschaft gebildet und gelebt werden.

BEP-Bezüge
Kommunikationsfreudige und medienkompetente Kinder: Medien
Stärkung der Basiskompetenzen des Kindes: Individuumsbezogene Kompetenzen
Stärkung der Basiskompetenzen des Kindes: Lernen und lernmethodische Kompetenz
Starke Kinder: Gesundheit: Gesundheitsbewusstsein
Kreative, fantasievolle und entdeckungsfreudige Kinder: Bildnerische und darstellende Kunst
Lernende, forschende und entdeckungsfreudige Kinder: Mathematik, Naturwissenschaften, Technik
Moderierung von Bildungsprozessen: Bildungsprozesse mit Kindern kooperativ gestalten (Ko-Konstruktion)
Moderierung von Bildungsprozessen: Bilden einer lernenden Gemeinschaft

BEP-Lupen

Medienbildung – Gesunder Umgang mit Medien >

Medienbildung >

Medienbildung – selbstbestimmter Umgang mit Medien >

Medienbildung – Ko-Konstruktion >

Medienbildung – Soziale Beziehungen >

Kreativität – Möglichkeit zur ko-konstruktiven Problemlösung >

Vielfalt leben! Ko-Konstruktion – gemeinsames Spielen und Lernen aller Kinder >

Interaktionsqualität – Lernunterstützung >

Lernprozesse >

Zielgruppe inkl. teamorientierter Ausrichtung und bildungsortübergreifendem Ansatz –
Die Fortbildung richtet sich generell an Teams einer Einrichtung. Bei TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Einrichtungen ist auf eine teamorientierte Umsetzung in den jeweiligen Einrichtungen zu achten, d.h. dass die gesamten Teams der jeweiligen Einrichtungen in die Praxisphasen mit einbezogen werden.

  • PädagogInnen in Kindertageseinrichtungen
  • GrundschullehrerInnen
  • Fachkräfte aller Träger und Personen der Kindertagespflege
  • Familienbildung

10 – 20 Teilnehmer:innen

Methoden – PowerPoint Präsentationen / Diskussion im Plenum / Kleingruppenarbeit / praktische Anwendungen, experimentieren, ausprobieren / Fallbeispiele aus der Praxis / weiterführende Informationen.

Zeitrahmen und Prozessorientierung –
Die Fortbildung wird prozess- und praxisorientiert umgesetzt in den nachfolgenden Formaten:

 Generell
  • Die Fortbildung umfasst in Summe 3 Kurstage T1, T2, T3, die reine Kurszeit pro Kurstag beträgt sechs Zeitstunden.
  • Kurstag T3 kann in drei je 2-stündige Online-Teamsitzungen (2h) aufgeteilt werden.
  • Die gesamte Fortbildung wird in einem Zeitrahmen von höchsten 6 Monaten abgeschlossen sein.
  • Die Kurstage T1, T2, T3 können Online oder Präsenztage sein, jedoch muss mindestens ein Tag ein Präsenztag sein.
  • Alle Kurstage finden im Präsenzmodus in der Einrichtung statt, oder vor Ort im eigenen gut ausge-statteten Unterrichtsraum.

Im Besonderen

  • Format 01: Die Tage T1 und T2 finden mit max. einer Woche Zeitunterschied statt, Tag T3 findet im Abstand von ca. 6 Wochen zu Kurstag T2 statt, um genügend Zeit für die Praxisphase zu gewährleisten.
  • Format 02: Wie Format 01, jedoch werden auch die Kurstage T1 und T2 im Abstand von ca. 6 Wochen durchgeführt.
  • Format 03: Wie Format 01, jedoch findet Kurstag T3 in drei jeweils 2-stündigen Online-Teamsitzungen statt, in welcher inhaltliche Schwerpunkte der praktischen Umsetzung thematisiert werden. Die erste
    2-stündige Teamsitzung findet ca. 6 Wochen nach Kurstag 02 statt.
  • Format 04: Wie Format 02, jedoch auch hier findet der Kurstag T3 in drei 2-stündigen Teamsitzungen statt.
  • Format 05: Wie Format 02 mit sechswöchigem Abstand zwischen Kurstag T1 und Kurstag T2. Nach Kurstag T1 und T2 finden in Abstand von 3 Wochen eine Follow-Up Online Teamsitzung zur Reflexion und Sicherstellung des Praxistransfers statt. In einer abschließenden 2-stündigen Teamsitzung wird die gesamte Fortbildung reflektiert.
  • Praxistransfer – In der/den sechswöchigen Praxis- und Evaluationsphase(n) werden die Inhalte der Kurstage T1 und T2 in der Praxis angewendet, schrittweise umgesetzt und Praxisaufgaben bearbeitet, zwischen den Kurstagen können Fragen gestellt werden und Tipps und Anregungen werden an alle TN kommuniziert.

„Digitale Medien sicher und kindgerecht begleiten“ ist als BEP-Fortbildung im Sinne des §32 und §32a HKJGB anerkannt und erfüllt damit die Voraussetzungen für die BEP-Qualitätspauschale.

Die Anerkennungsnummer lautet: Musikschule Maier-FK2-3545 – für den Referenten Uwe Maier.

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